Gesamtschule an der Knappenstraße – Schule mit Courage
Mut beginnt im Alltag – und genau dort setzt die Gesamtschule an der Knappenstraße an. Als eine der jüngeren Schulen in Oberhausen hat sie sich innerhalb weniger Jahre einen Namen gemacht: für Offenheit, Respekt und gemeinsames Handeln. 2025 wurde sie offiziell in das bundesweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen – ein Titel, den man nicht bekommt, sondern sich verdient.
Der Beitritt war kein Symbolakt, sondern Ausdruck einer gelebten Haltung. Lehrer:innen, Schüler:innen und Eltern haben gemeinsam eine Selbstverpflichtung unterschrieben, aktiv gegen Diskriminierung, Mobbing und Ausgrenzung einzutreten. Dazu gehören Workshops, Projekttage und Kampagnen, die das Bewusstsein schärfen, dass Gleichberechtigung und Vielfalt keine Selbstverständlichkeit sind, sondern täglich gepflegt werden müssen.
Schon in der Vorbereitung auf die Zertifizierung wurde viel diskutiert, gestaltet und gelernt. Klassen sammelten Ideen, gestalteten Plakate, führten Interviews und entwickelten eigene Schulregeln zu Respekt und Miteinander. Besonders eindrucksvoll war der Projekttag „Gesicht zeigen“, bei dem Schüler:innen aus allen Jahrgangsstufen mit kreativen Aktionen Haltung zeigten – mit Theaterstücken, Kurzfilmen, Statements und Fotos, die ihre Sicht auf Courage dokumentierten.
Doch damit ist es nicht getan: Die Schule verpflichtet sich, jedes Jahr neue Aktionen umzusetzen. Dazu gehören Workshops zu Themen wie Cybermobbing, Zivilcourage oder Sprache und Macht, die in Kooperation mit städtischen Einrichtungen, Jugendhäusern und der Polizei durchgeführt werden. Auch der Austausch mit anderen Courage-Schulen in der Region ist fester Bestandteil des Konzepts – so lernen Schüler:innen, dass Engagement nur gemeinsam funktioniert.
Was an der Gesamtschule an der Knappenstraße besonders beeindruckt, ist die Selbstverständlichkeit, mit der Vielfalt hier gelebt wird. Unterschiedliche Kulturen, Religionen und Lebenswege treffen nicht zufällig aufeinander, sondern werden als Bereicherung verstanden. Lehrkräfte greifen das Thema bewusst im Unterricht auf – sei es in Politik, Religion oder Deutsch – und schaffen Räume, in denen sich Kinder sicher und gehört fühlen.
Für Oberhausen ist die Schule ein starkes Beispiel für demokratische Bildung. Sie zeigt, dass Schule weit mehr ist als Wissensvermittlung: Sie ist ein Ort, an dem junge Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen – für sich und füreinander.
👉 Mehr Informationen: https://ge-knappenstrasse.de/
