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Gesamtschule Osterfeld – Drei Schulhöfe für das Klima

Wie kann Schule auf den Klimawandel reagieren? Die Gesamtschule Osterfeld zeigt, dass nachhaltige Stadtentwicklung nicht an der Schultür endet. Mit einem außergewöhnlichen Projekt gestaltet sie gleich drei Schulhöfe komplett neu – klimaresilient, barrierefrei und voller Lernmöglichkeiten.

Das Investitionsvolumen liegt bei rund 3 Millionen Euro. Doch das Entscheidende ist nicht die Zahl, sondern der Ansatz: Hier entsteht kein Prestigeprojekt, sondern ein Modell, das Lernen, Klima- und Gesundheitsschutz miteinander verbindet. Auf über 10.000 Quadratmetern werden Asphaltflächen aufgebrochen, Bäume gepflanzt, neue Sitzgelegenheiten geschaffen und Regenwassermanagement integriert.

Was früher graue Betonflächen waren, wird jetzt zu grünen Lernorten – offen für Bewegung, Begegnung und Unterricht im Freien. Lehrer:innen und Schüler:innen planen gemeinsam, wie die Flächen später genutzt werden: als Klassenzimmer unter freiem Himmel, als Ruheinseln, Sportbereiche oder kleine Gärten.

„Wir wollen, dass unsere Schule atmet“, sagte die Schulleitung beim Start der Bauphase – und das ist mehr als ein schönes Bild. Das Projekt ist Teil einer größeren Strategie der Stadt Oberhausen, die Schulen aktiv in ihre Klimaanpassungspolitik einbindet. Ziel ist es, Lernorte zu schaffen, die widerstandsfähiger gegen Hitze, Starkregen und Umweltbelastungen sind – und zugleich das Wohlbefinden der Kinder verbessern.

Besonders spannend: Das Projekt wird pädagogisch begleitet. Schüler:innen aus den Naturwissenschafts- und Technikklassen beteiligen sich an Messungen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bodenfeuchte. So fließen reale Umweltdaten direkt in den Unterricht ein – und die Jugendlichen erleben, wie Wissenschaft konkret funktioniert. Auch Kunst- und Sozialprojekte greifen das Thema auf, zum Beispiel durch Fotodokumentationen oder Umweltaktionen mit der Nachbarschaft.

Die neuen Schulhöfe sollen außerdem inklusiv und barrierefrei gestaltet werden. Wege, Bänke und Spielflächen werden so gebaut, dass alle Schüler:innen – unabhängig von Mobilität oder Einschränkung – teilhaben können. Damit schafft die Schule Räume, die nicht nur schön, sondern gerecht sind.

Für Oberhausen ist dieses Projekt ein starkes Signal: Hier wird sichtbar, wie Bildung, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung zusammengehen können. Die Gesamtschule Osterfeld zeigt, dass Umweltschutz nicht abstrakt bleiben muss – sondern direkt vor der eigenen Tür beginnt.

👉 Mehr Informationen: www.ge-osterfeld.de

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